Kinderladen Warstrasse e.V.

Der Kinderladen Warstraße e.V. existiert seit 1970. Wir sind eine inklusiv arbeitende Kindertagesstätte mit Ganztagsbetreuung getragen von einem Elternverein.

Räumlichkeiten:
Der Kinderladen ist in der Warstraße / Ecke Am kleinen Felde in einem ehemaligen Ladenlokal untergebracht. Er verfügt über vier Funktionsräume (Gruppenraum, Bauraum, Kletterraum, Atelier) sowie Küche, Wasch- und Toilettenraum.

Essen:
Im Kinderladen wird täglich vollwertig mit frischen Lebensmitteln aus vorwiegend kontrolliert-biologischem Anbau gekocht. Hierbei wird Rücksicht auf die jeweiligen Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien genommen.

Elternmitarbeit:
ie Eltern gestalten durch ihre Mitarbeit die Struktur des Kinderladens mit und sind aktiv an Entscheidungsprozessen beteiligt. Um einen geregelten Ablauf im Kinderladen zu gewährleisten, ist die Übernahme von Vorstands- oder sonstigen Dauerfunktionen durch Eltern vorgesehen. Das Putzen übernimmt eine Reinigungskraft, so dass die Eltern nur das Waschen der Handtücher und Lappen im Wechsel übernehmen müssen, sowie ggf. Notdienste aller Art, falls es zu Engpässen in der Betreuung, dem Kochen oder Putzen kommt. Desweiteren ist die Elternschaft maßgeblich an der Organisation von Festen und Feiern beteiligt. Unsere Arbeit im Verein zeichnet sich durch gegenseitige Wertschätzung und Fehlerfreundlichkeit aus.

Ursprung des Vereins:
Im Zuge der Studentenunruhen suchten solidarisch geprägte Studentinnen und Studenten in der Nähe der Universität eine alternative Kinderbetreuung mit dem Ziel, eine andere Form der Kindererziehung zu etablieren. Wichtige Schwerpunkte damals waren eine repressionsfreie und selbstregulierende Erziehung. Herkömmliche Konzepte der Kindergärten mit dem damals üblichen autoritärem Erziehungsstil wurden abgelehnt. Während anfänglich die Kinder durch die Eltern
betreut wurden, wird seit 1973 die Betreuung durch pädagogishe Fachkräfte sichergestellt. Seit Anfang der 80er Jahren fand eine bewusst Auseinandersetzung mit dem Thema Integration statt, was zur Aufnahme von Kindern mit Behinderung führte. Seit August 1994 besteht die
Betriebserlaubnis als „integrative Gruppe“ und das pädagogische Konzept wurde neu formuliert.

Seit der Überarbeitung der Konzeption im Jahre 2018 wird der Begriff „Inklusion“ verwendet. Eine fortlaufende Entwicklung des Kinderladens wird durch gemeinsame Entscheidungen von den pädagogischen Fachkräften und der jeweiligen Elternschaft gesichert.